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Teilzeitarbeit und Vorsorge

Auf diese Punkte müssen Sie bei einem Teilzeitpensum achten

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Ein Studium neben dem Beruf, eine umfangreiche Weiterbildung, Kinderbetreuung, andere Interessen neben der Arbeit – es gibt viele Gründe für ein Teilzeitpensum. Bei den Sozialversicherungen gelten für Teilzeiterwerbstätige an sich dieselben Regeln wie für ihre Kollegen mit vollem Pensum. Allerdings gilt auch: weniger Lohn gleich weniger Beiträge an AHV und Pensionskasse gleich weniger Geld im Alter.

Besonders deutlich zeigt sich dieser Mechanismus bei Frauen, die wegen ihrer Familienpflichten die Erwerbstätigkeit reduzieren. So stellte die Schweizerische Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten fest: «Wer über längere Zeit unter 50 Prozent arbeitet, riskiert, nach der Pensionierung mit dem Existenzminimum auskommen zu müssen und finanziell stark vom Partner abhängig zu sein.» Fachleute empfehlen aus Sicht der Altersvorsorge, das Erwerbspensum nicht unter 60 bis 70 Prozent fallen zu lassen – eine Empfehlung, die nicht nur für Frauen in der Familienphase gilt.

AHV: Achtung bei sehr tiefem Pensum

Bei der Volksversicherung AHV sind die Auswirkungen eines Teilzeitpensums am geringsten. Auch wenn Sie nur wenig verdienen und tiefe Beiträge abliefern, erhalten Sie im Alter mindestens die Minimalrente von 1185 Franken pro Monat (Stand 2020) – sofern Sie jedes Jahr Beiträge eingezahlt haben. Das kann bei einem sehr tiefen Pensum ein Problem werden. Wenn Ihre AHV-Beiträge in einem Jahr nicht das Minimum von 496 Franken erreichen, gilt dieses Jahr nicht als Beitragsjahr. Und das reduziert Ihre Rente pro fehlendes Jahr um rund 2,3 Prozent. 

Pensionskasse: Koordinationsabzug und mehrere Jobs

Je tiefer der Lohn bei einem Teilzeitpensum, desto stärker wirkt sich der Koordinationsabzug aus (siehe 2. Säule – berufliche Vorsorge): Wenn von einem Jahressalär von 30 000 Franken 24 885 abgezogen werden, ist der versicherte Lohn mit 5115 Franken sehr tief. Und wer weniger als 21 330 Franken verdient, ist in der obligatorischen beruflichen Vorsorge überhaupt nicht versichert (Stand 2020).

Besser sieht es aus, wenn Sie einer Pensionskasse angehören, die für Teilzeitangestellte einen tieferen Koordinationsabzug vorsieht, bei einem 50-Prozent-Pensum beispielsweise die Hälfte. Dann würde der versicherte Lohn beim Jahressalär von 30 000 Franken immerhin 17 558 Franken betragen.

Mehrere kleine Jobs – was gilt?

Wenn Sie bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt sind und überall weniger als 21 330 Franken verdienen, können Sie sich dem Pensionskassenobligatorium entziehen. Das hat allerdings äusserst negative Auswirkungen auf Ihre Altersvorsorge. Besser sind daher folgende Vorgehensweisen:

  • Addieren Sie alle Ihre Einkommen. Liegt das Total über den 21 330 Franken, können Sie sich bei der Auffangeinrichtung versichern. Bei jedem Ihrer Einkommen wird der Koordinationsabzug anteilmässig abgezogen – Ihre Arbeitgeber müssen ebenfalls ihren Anteil an den Beiträgen einzahlen.
  • Sie können auch die Pensionskasse eines Ihrer Arbeitgeber als BVG-Stelle wählen und die anderen auffordern, die Beiträge dort einzuzahlen – vorausgesetzt, das ist laut Reglement dieser Kasse möglich. Das ist dann von Vorteil, wenn diese Pensionskasse gut ausgestattet ist, denn die Auffangeinrichtung versichert nur das BVG-Minimum.
Achtung: Wenn Sie für zwei Arbeitgeber tätig sind und bei jedem mehr verdienen als die 21 330 Franken, sind Sie bei beiden BVG-versichert. Das hat den Nachteil, dass bei beiden Löhnen der Koordinationsabzug vorgenommen wird.


Säule 3a: Einzahlen lohnt sich

Voraussetzung dafür, dass man in die Säule 3a einzahlen kann, ist ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen – egal wie hoch es ausfällt. Wenn Sie es sich leisten können, sollten Sie diese Möglichkeit unbedingt wahrnehmen, nur schon wegen der Einsparungen bei den Steuern.

Gut zu wissen
Wenn Sie weniger verdienen, als für den Anschluss an eine Pensionskasse nötig ist, können Sie nicht den Maximalbetrag von 6826 Franken einzahlen (Stand 2020), sondern nur 20 Prozent Ihres Nettoerwerbseinkommens.

 

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