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Sparen mit Ziel

Geldfresser eliminieren und das Sparen optimieren

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Sie kommen blendend über die Runden, Ihre Vorsorge ist auf Top-Niveau und Sie haben keine Wünsche offen. Dann werden Sie die folgenden Abschnitte kaum interessieren. Für alle anderen gilt: Mit gezieltem Sparen lassen sich Wünsche verwirklichen. Und je klüger Sie vorgehen, desto mehr können Sie erreichen.

Am Anfang steht Ihr Budget. Wenn Sie alle Ihre Ausgaben schwarz auf weiss vor Augen haben, können Sie planen: Welche Ausgaben sind fix und lassen sich kaum ändern? Wo besteht Spielraum? Welche Dinge sind Ihnen wirklich wichtig und wo können Sie den Sparhebel ansetzen, ohne dass es wehtut? Fit bleiben zum Beispiel kann man mit Joggen im Wald genauso gut wie im teuren Fitnessstudio – und ist nachher erst noch entspannter. Für den Lunch im Büro ist der Salat von zu Hause günstiger als die Falafeln vom Stand um die Ecke und schmeckt auch besser… Sie entscheiden, was Ihnen wichtig ist.

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Sparen, wo es was bringt

Am meisten Geld fliesst in die Posten Wohnen, Krankenversicherung, Steuern und Auto. Zwar lassen sich diese Kosten nicht von heute auf morgen zurückfahren, auf lange Sicht lohnt es sich aber, hier günstigere Varianten zu suchen.

Tiefere Wohnkosten

Wollen Sie mit Ihrer jungen Familie in der teuren Stadt wohnen bleiben? In einer günstigeren Gemeinde lässt sich für weniger Geld vielleicht sogar eine grössere Wohnung mit mehr Grün für die Kinder finden. Und wenn Sie schon dabei sind: Ein Vergleich der steuerlichen Situation am jetzigen und am künftigen Wohnort lohnt sich. Je nach Kanton und Gemeinde können unter Umständen schon wenige Kilometer Distanz die Steuerlast erheblich reduzieren.

Tipp
Achten Sie darauf, dass Sie Einsparungen nicht mit neuen Kosten bezahlen. Eine günstige Wohnung weit draussen auf dem Land wird schnell teuer, wenn Sie dafür einen langen Arbeitsweg auf sich nehmen müssen und ein Zweitauto brauchen, um einkaufen und die Kinder zum Sport bringen zu können.


Steuern einsparen

Auch ohne Umzug können Sie Steuern sparen, indem Sie konsequent alle Abzugsmöglichkeiten ausschöpfen. Angestellte mit Lohnausweis und in einfachen Vermögensverhältnissen können das mithilfe der Wegleitung gut selber tun. In besonderen Situationen – etwa wenn Sie Wohneigentum erwerben oder wenn Sie geerbt haben – lohnt es sich aber, einen Profi beizuziehen. Das Honorar ist rasch wieder hereingeholt, wenn die Steuerberaterin ein paar Abzüge findet, auf die Sie selber nicht gekommen sind.

Übrigens: Mit Ihrer Altersvorsorge können Sie ebenfalls Steuern sparen – vor allem mit Einzahlungen in die Säule 3a, aber auch mit Einkäufen in die Pensionskasse (mehr dazu lesen Sie hier).

Autokosten reduzieren

Auch ein günstiger Kleinwagen kostet mehrere Hundert Franken pro Monat: für Benzin, Verkehrsabgaben, Versicherungen, Amortisation, Abstellplatz etc. Bei grösseren Autos steigt der Betrag auf 1000 Franken und mehr. Hinzu kommen noch die Kosten für den regelmässigen Service und für Reparaturen.

Tipp
Die Prämien der Autoversicherungen sind recht unterschiedlich. Es lohnt sich, mehrere Offerten zu vergleichen, bevor Sie einen Versicherungsvertrag abschliessen oder erneuern. Fragen Sie auch Freunde und Bekannte nach ihren Erfahrungen mit der Kulanz und Zahlungsmoral der verschiedenen Versicherer. Prämienvergleiche finden Sie unter www.comparis.ch


Wenn Sie das Auto nicht beruflich benötigen und auch sonst nicht oft darauf angewiesen sind, lohnt es sich, Carsharing zu prüfen. Das ist deutlich günstiger und inzwischen auch organisatorisch nicht mehr allzu kompliziert: Mobility verfügt über ein engmaschiges Netz unterschiedlicher Fahrzeuge in der ganzen Schweiz. Und das Parkplatzproblem haben Sie so auch gelöst.

Krankenkasse – Prämien optimieren

In der Grundversicherung sind die Leistungen bei allen Krankenkassen dieselben – die Prämien aber unterscheiden sich zum Teil deutlich. Wo Ihre Kasse steht, erfahren Sie mit dem Prämienrechner des Bundes.

Sind Sie bei einer teuren Kasse versichert, können Sie problemlos zu einer günstigeren wechseln, denn für die Grundversicherung muss Sie jede Krankenkasse annehmen. Ein Wechsel ist jeweils auf Anfang Jahr möglich, nachdem Sie im Herbst die neue Prämie mitgeteilt bekommen haben. Je nach Modell gibt es auch eine Wechselmöglichkeit im Sommer.

Achtung: Bei den Zusatzversicherungen sind die Krankenkassen nicht zur Aufnahme verpflichtet. Die neue Kasse kann Sie also ablehnen oder Vorbehalte für bestehende Erkrankungen anbringen. Klären Sie das sorgfältig ab, bevor Sie die alte Versicherung kündigen. Beachten Sie zudem die Kündigungsfrist beim bisherigen Versicherer, bevor Sie den Antrag an den neuen abschicken. Sonst kann es zu Doppelversicherungen kommen. Möglich ist es auch, die Grund- und die Zusatzversicherung bei verschiedenen Kassen zu führen.


Auch wenn Sie bei Ihrer Krankenkasse bleiben, gibt es einige Sparmöglichkeiten:

  • Unfalldeckung ausschliessen: Wenn Sie über den Arbeitgeber unfallversichert sind, können Sie die Unfalldeckung bei der Krankenkasse ausschliessen und dadurch bis zu 7 Prozent Prämien sparen.
  • Alternatives Versicherungsmodell wählen: Beim Hausarzt- und beim HMO-Modell verpflichten Sie sich, ausser in Notfällen, immer zuerst den Hausarzt respektive das HMO-Zentrum aufzusuchen. Damit sparen Sie je nach Kasse und Modell bis zu 20 Prozent Prämie.
  • Franchise heraufsetzen: Statt der Mindestfranchise von 300 Franken können Sie eine höhere wählen (bis 2500 Franken). Das spart ebenfalls Prämien, lohnt sich aber nur, wenn Sie nicht mit hohen Gesundheitskosten rechnen – und wenn Sie die 2500 Franken wenn nötig ohne Schwierigkeiten zahlen könnten.
  • Prämienverbilligung beantragen: Versicherte in bescheidenen Verhältnissen haben Anspruch auf Prämienverbilligung. Die Bestimmungen sind kantonal unterschiedlich und oft müssen Sie selber aktiv werden. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, wie das in Ihrem Kanton gehandhabt wird.

Vorsorgen: Erspartes klug anlegen-Text - Global

Erspartes klug anlegen

Sie haben 30 000 Franken erspart oder geerbt – wie legen Sie diese nun am besten an? Auf dem Sparkonto, das kaum Zins abwirft, oder doch lieber in Aktien mit guten Renditechancen, aber mehr Risiken? Die Antwort hängt von vielen Faktoren ab, hier die wichtigsten:

  • Ihre Risikofähigkeit: Können Sie es sich leisten, einen Teil des Geldes zu verlieren, wenn sich Ihre Anlage schlecht entwickelt? Dann dürfen Sie eine risikoreichere Anlage mit mehr Renditechancen ins Auge fassen. Geld, das Sie möglicherweise für Ihren Lebensunterhalt brauchen, sollte dagegen sicher angelegt sein.
  • Ihr Anlagehorizont: Sparen Sie auf ein langfristiges Ziel, beispielsweise für Ihre Altersvorsorge, oder möchten Sie in zwei Jahren ein neues Auto kaufen? Je länger Ihr Anlagehorizont, desto eher ist eine Aktienanlage möglich.
  • Ihre Risikobereitschaft: Können Sie noch gut schlafen, wenn Ihre Aktien 20 Prozent an Wert verlieren? Wenn Sie diese Frage mit Nein beantworten, besteht die Gefahr, dass Sie bei einem Börseneinbruch überreagieren und Ihre Anlage im dümmsten Moment verkaufen. Dann setzen Sie besser auf sicherere Werte.

Eine gute erste Anlaufstelle fürs Sparen und Anlegen ist Ihre Hausbank. Dort kennt man Sie, Ihre finanziellen Verhältnisse und Ihre Bedürfnisse meist am besten. Lassen Sie sich in Ruhe beraten und vergleichen Sie auch die Konditionen anderer Finanzinstitute.

Achtung: Vorsicht bei sogenannten Allfinanzberatern, die Ihnen einen Hausbesuch aufdrängen, Sie angeblich kostenlos beraten und oft auch Adressen von Bekannten verlangen. Diese sind nicht so neutral, wie sie vorgeben, sondern verkaufen vorwiegend Produkte mit hohen Kommissionen und langen Laufzeiten, die ihnen fette Provisionen einbringen.


Drei Beispiele, drei Lösungen

Wie Risikofähigkeit, Anlagehorizont und Risikobereitschaft zusammenspielen und in einen Anlageentscheid münden, sehen Sie an den folgenden drei Beispielen:

  1. Familie K. spart auf ein Eigenheim, in zwei Jahren möchte sie dort einziehen. Da kommt die Provision von 70 000 Franken, die Andina K. Ende Jahr erhält, gerade richtig. Dank dem Geld haben die K.s mehr Eigenkapital und benötigen eine tiefere Hypothek.

    Die 70 000 Franken müssen zum gewünschten Termin in zwei Jahren verfügbar sein, können also nur kurze Zeit angelegt werden. Auch sind Kursschwankungen, mit denen man bei Anlagen in Aktien oder Fremdwährungen rechnen muss, nicht erwünscht. Für Familie K. kommt deshalb trotz der niedrigen Zinsen nur das Sparkonto infrage.
     
  2. Carmen T. freut sich über die Geburt ihrer ersten Enkelin und beschliesst, ein Startkapital für das kleine Mädchen zusammenzutragen. Gut 1000 Franken pro Jahr kann sie dafür einsetzen. Mit 18 soll die Enkelin über das Geld verfügen können – zum Beispiel für einen Auslandsaufenthalt.

    Die Bankberaterin rät zu einem Fondssparplan auf den Namen der Enkelin: Jeden Monat werden für 100 Franken Anteile von Anlagefonds mit 30 bis 50 Prozent Aktienanteil gekauft. Insgesamt zahlt Carmen T. so 21 600 Franken ein; bei einer Rendite von 2,5 Prozent werden daraus bis zum 18. Geburtstag der Enkelin gut 27 000 Franken. Eine Garantie, dass die junge Frau mehr erhält als die eingezahlten 21 600 Franken, hat die Grossmutter aber nicht.
  3. Leo S. hat 60 000 Franken geerbt. Er weiss, dass er dieses Geld in den nächsten 15 Jahren nicht brauchen wird, und möchte den Betrag sinnvoll anlegen. Allzu viel Risiko will er aber nicht eingehen.

    Der Berater bei seiner Hausbank bespricht mit Leo S. seine Anlagestrategie und empfiehlt ihm dann, das Geld in einen Strategiefonds anzulegen, der rund 50 Prozent Aktien enthält

Gut zu wissen
Eine einfache Börsenweisheit gilt für alle Ihre Anlagen: Rendite und Risiko sind Zwillinge. Je mehr Rendite Sie erzielen wollen, desto mehr Risiko müssen Sie eingehen können und wollen (mehr zu den verschiedenen Anlagekategorien erfahren Sie gleich anschliessend)

Vorsorgen: Anlagekategorien und ihre Risiken-Akkordeon - Global

  • Liquidität: Dazu gehören Kontoguthaben und Zinsanlagen, in der Regel mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Das Risiko in dieser Anlagekategorie ist tief, entsprechend bescheiden fallen allerdings auch die Renditen aus.
  • Obligationen – oder mit der englischen Bezeichnung Bonds – gelten ebenfalls als sichere Anlagen. Das Geld wird für eine fixe mittlere bis längere Laufzeit angelegt, was mit einer höheren Rendite entschädigt werden sollte als etwa bei einem Kontoguthaben. Die Risiken sind höher, da Obligationenkurse in Abhängigkeit vom Zinsniveau, von der Restlaufzeit sowie der Bonität des Schuldners schwanken. Kursschwankungen sind möglich.
  • Für Aktienanlagen wird häufig der englische Begriff Equity verwendet. Aktienkurse sind schwankungsanfällig, teilweise mit extremen Ausschlägen, und deshalb nur für Gelder bestimmt, die langfristig nicht benötigt werden (mindestens zehn Jahre, besser mehr). Das Risiko (kurzfristiger) Schwankungen ist beträchtlich. Im Gegenzug werden die Anleger in der Regel mit einer gegenüber schwankungsärmeren Anlagen deutlich höheren Durchschnittsrendite entschädigt.
  • Immobilienanlagen: Anlagen in Immobilienfonds sind hinsichtlich Risiko und Rendite zwischen Obligationen und Aktien angesiedelt.
  • Alternative Anlagen sind zum Beispiel Anlagen in Rohstoffe, Private Equity oder Hedge Funds. Je nach Produkt sind die Risiken und Renditechancen sehr unterschiedlich. In alternative Anlagen sollte nur investieren, wer sich über die Chancen und insbesondere die Risiken sowie die Kosten ausführlich informiert hat und alles versteht.

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