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Investieren im Rentenalter

So planen Sie Ihre Vermögensanlagen nach der Pensionierung

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Wie viel Kapital nötig ist, damit Sie eine Einkommenslücke nach der Pensionierung decken können, wissen Sie aus Ihrer Vermögensplanung [Link zu «Vermögensplanung nach der Pensionierung»]. Jetzt gilt es, das Vermögen so anzulegen, dass einem sorgenfreien Leben nichts im Weg steht.

Egal ob Sie 150 000 oder 600 000 Franken anzulegen haben – die wichtigste Voraussetzung für erfolgreiches Investieren ist eine an Ihre persönlichen Bedürfnisse angepasste Anlagestrategie. Dabei geht es vor allem um zwei Fragen:

  1. Welche Risiken können und wollen Sie eingehen (Risikoprofil [evtl. mit Link dorthin])?
  2. Wie lange können Sie eine bestimmte Summe entbehren und anlegen (Anlagehorizont, siehe unten)?

Sie möchten viel Rendite und kein Risiko? Schön wärs! Rendite und Risiko sind Zwillinge: Je mehr Rendite eine Anlage verspricht, desto höher ist das Risiko, das man dafür in Kauf nehmen muss. Wenn Sie hohe Renditen erzielen wollen, müssen Sie damit umgehen können, wenn Ihre Anlagen in der kurzen und mittleren Frist auch einmal deutlich an Wert verlieren. Bei Aktien etwa können die Verluste 50 Prozent betragen, wie zum Beispiel in der Finanzkrise von 2007 bis 2009 geschehen.

In der langen Frist zahlt sich das Risiko jedoch meist aus. Das zeigt ein Rückblick auf die vergangenen 30 Jahre: Seit 1990 haben Schweizer Aktien eine jährliche Rendite von gegen 12 Prozent erreicht – gleichzeitig musste man damit rechnen, dass die Papiere in einem Jahr über 20 Prozent an Wert einbüssten. Sicherer waren Schweizer Obligationen: Bei diesen musste man in den vergangenen Jahren nur mit maximalen jährlichen Kursverlusten von rund 5 Prozent rechnen. Dafür lagen die Renditen bloss bei gut 4 Prozent (siehe Grafik).

Rendite und Risiko verschiedener Anlageklassen seit 1990
Grafik

Quelle: Hinder Asset Management, Fintool

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Risikoprofil: Wie viel Risiko vertragen Sie?

Wie viel Geld haben Sie auf der Seite, das Sie in den nächsten zwölf Jahren nicht für den Lebensunterhalt brauchen? Wie gut können Sie noch schlafen, wenn Ihre Anlagen bei einer Kurskorrektur einen Drittel an Wert einbüssen? Die Antworten auf diese zwei Fragen bestimmen Ihr Risikoprofil:

  • Da ist einmal Ihre Risikofähigkeit: Sie hängt ab vom zur Verfügung stehenden Vermögen und besonders von Ihrem Anlagehorizont, von der Zeitspanne also, während der die Mittel investiert bleiben können.
  • Ihre Risikobereitschaft ist in erster Linie ein emotionaler Faktor: Manche Menschen gehen gern Risiken ein, andere scheuen sie – nicht nur beim Investieren. Auch der Börsengang hat einen Einfluss auf die Risikobereitschaft: Tauchen die Kurse, sind die Anleger risikoscheu, nach einem markanten Anstieg, sind sie risikofreudiger.

Machen Sie sich nichts vor und überschätzen Sie Ihre Risikofähigkeit nicht. Denn wenn Sie wegen eines finanziellen Engpasses im dümmsten Moment Ihre Anlagen verkaufen müssen, fahren Sie Verluste ein. Seien Sie auch realistisch, was Ihre Risikobereitschaft betrifft. Wenn Sie bisher die Finanzseiten in der Zeitung jeweils überblättert haben und sich kaum für Geldanlagen interessieren, besteht die Gefahr, dass Sie bei Kursschwankungen überreagieren und im falschen Moment voller Panik verkaufen.

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Anlagehorizont: Wie lange kann das Geld investiert bleiben?

Der Faktor Zeit wird häufig unterschätzt, doch er beeinflusst den Anlageerfolg massgeblich. Je länger Ihr Anlagehorizont, also der Zeitraum, über den Sie Ihr Vermögen investiert lassen können (und wollen), desto mehr Risiko können Sie eingehen und desto besser sind Ihre Chancen auf eine ansprechende Rendite. Aktien zum Beispiel können kurzfristig happige Verluste verursachen, längerfristig ist weniger damit zu rechnen. Das zeigt die unten stehende Grafik: Während Sie bei einem Anlagehorizont von einem Jahr noch mit Verlusten von einem Drittel rechnen müssen (bei Gewinnchancen von 60 Prozent), sind über zehn Jahre kaum noch Verluste zu erwarten, aber immer noch Gewinne von bis zu 20 Prozent (siehe Grafik).

Je länger der Anlagehorizont, desto kleiner das Risiko

Grafik


Quelle: Fintool

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Diversifikation: breit gestreute Investitionen

Sie haben einen todsicheren Anlagetipp erhalten und wollen nun einen substanziellen Teil Ihres Vermögens in diese Aktie investieren. Tun Sie es nicht! Um möglichst rasch hohe Gewinne zu erzielen, legen Anleger immer wieder zu grosse Summen in einzelne vielversprechende Titel an. Das erhöht ihr Risiko, denn wenn einer der Titel einbricht, wird ein grosser Teil ihres Vermögens in Mitleidenschaft gezogen. Gleichzeitig verbauen sich diese Anleger die Möglichkeit, bei verschiedenen Gewinnen dabei zu sein. Am besten reduzieren Sie die Risiken und erhöhen die Chancen, indem Sie darauf achten, dass kein Titel in Ihrem Portefeuille mehr als fünf bis zehn Prozent einnimmt.

Wenn Sie allerdings nicht über ein grosses Vermögen verfügen, müssten Sie für eine solche Diversifikation von verschiedenen Einzeltiteln je ein bis zwei Stück kaufen. Das ist nicht sinnvoll, die Kaufspesen und Depotgebühren wären viel zu hoch. Dennoch können Sie Ihre Anlagen auch mit einem mittleren bis kleinen Vermögen breit streuen, indem Sie in Anlagefonds investieren. Von Vorteil sind dabei zum Beispiel günstige ETF.


Anlagefonds: Diversifikation inklusive

Wenn Sie Anteile eines Anlagefonds kaufen, investieren Sie in einen ganzen Korb von Aktien, Obligationen und anderen Wertpapieren. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Fonds: Aktien-, Obligationen-, Immobilien- und Geldmarktfonds, branchen- und länderspezifische Fonds, Strategiefonds, Exchange Traded Funds (ETF), Hedge Funds und Dachfonds. Jede Kategorie enthält wiederum Unterkategorien. Die Auswahl an Fonds ist gigantisch. Achten Sie bei der Wahl auf folgende Punkte:

  • Anlagestrategie: Diese sollte Ihren Anlagezielen entsprechen und zu Ihrem Risikoprofil passen.
  • Kosten: Beim Fondskauf fallen immer Gebühren an und auch die Fondsverwaltung kostet Geld. Das alles geht von Ihrer Rendite ab. In der Regel gilt bei Fonds deshalb: Die günstigen passiv gemanagten Fonds (ETF) bringen mehr Rendite als die teuren aktiv gemanagten. Studien zeigen immer wieder, dass Fonds im langfristigen Durchschnitt umso mehr Gewinn für die Anleger bringen, je tiefer die Kosten sind.
  • Rating: Es gibt eine ganze Reihe spezialisierter Analysefirmen, die Qualität und Performance der Fonds prüfen und Sterne verleihen: zum Beispiel Lipper, Ifund Services und Morningstar.
     
Gut zu wissen
Im Internet können Sie sich über die unterschiedlichen Fonds informieren – etwa bei Morningstar oder bei Cash.ch. Bitten Sie Ihren Bank- oder Finanzberater, Ihnen die Bewertungen der letzten fünf bis zehn Jahre zu zeigen. Wählen Sie nur Fonds, die zu den besten ihrer Kategorie gehören.

 

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Anlagestrategie: der richtige Mix

Die meisten Rentner sind darauf angewiesen, einen Teil ihres Vermögens nach und nach aufzubrauchen. Als Erstes gilt es deshalb, das Kapital zu bestimmen, das Sie langfristig – mindestens über die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre – nicht brauchen, auch nicht für den Ersatz Ihrer Heizung oder für eine Weltreise. Zudem müssen Sie einen Sicherheitspuffer einbauen: Es sollte immer genügend Liquidität vorhanden sein, also Geld auf dem Lohn- oder Sparkonto, das Sie schnell locker machen können, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert (mehr zu dieser Einteilung lesen Sie unter «Vermögensplanung nach der Pensionierung» [Link dorthin]).

Die zweite Frage, die Sie ehrlich beantworten müssen: Wie hoch ist der Verlust, den Sie für Ihre Anlagen maximal in Kauf nehmen würden?

  • Sind es 60 Prozent oder mehr, besteht der optimale Anlagemix zum überwiegenden Teil aus Aktien, ergänzt mit alternativen Anlagen. Denn ein gut diversifiziertes Aktienportfolio bringt langfristig die höchsten Renditen und kaum je mehr als 60 Prozent Verlust in einem Jahr.
  • Wenn Ihr maximal akzeptierter Verlust bei etwas über 30 Prozent liegt, können Sie bis zur Hälfte Ihres Vermögens in Aktien investieren. 
  • Akzeptieren Sie maximal 10 Prozent Verlust, liegt der Aktienanteil Ihres Gesamtanlagemix bei einem Sechstel.

Den Rest Ihres Vermögens werden Sie in Obligationen investieren, allenfalls mit einem Teil Immobilien- oder Rohstoffanlagen ergänzt.


Standard-Investorenprofile

Den maximal akzeptierten Verlust für sich selber zu bestimmen, ist nicht einfach. Kommt hinzu, dass sich dies im Lauf der Zeit ändern kann. So nehmen sowohl die Risikobereitschaft wie auch die Risikofähigkeit mit steigendem Alter tendenziell ab. Einen Einfluss auf die Risikofähigkeit haben zudem private Veränderungen wie Heirat, Kinder, Eltern, die betreut werden müssen, Scheidung oder schwerwiegende Erkrankungen.

Eine Hilfe bei der Selbsteinschätzung Ihres Risikoprofils bringt die Umschreibung der fünf Investorenprofile, die in der Finanzbranche Standard geworden sind:

  • Konservatives Profil: Diese Anleger sind in erster Linie am Erhalt ihres Vermögens interessiert. Sie wollen Risiken möglichst vermeiden und planbare Renditen erhalten. Zum Portfolio gehören Sparkonten, Kassenobligationen und sehr sichere Obligationen.
  • Defensives Profil: Anleger dieser Kategorie sind nur leicht risikofreudiger als die mit konservativem Profil. Ein kleiner Teil des Vermögens (bis 30 Prozent) kann in Aktienfonds oder Einzelaktien investiert werden, die wenig Wertschwankungen aufweisen. Gewählt werden Aktien, die in einem Leitindex, zum Beispiel dem SMI, vertreten sind.
  • Neutrales Profil: Hier steht nicht nur die Sicherheit im Vordergrund, sondern auch der langfristige Vermögenszuwachs. Dafür wird ein moderates Risiko akzeptiert. Der Anteil an Aktien ist höher als bei den ersten beiden Profilen. Der Anlagehorizont ist relativ lang, sodass sich kurzfristige Kursrückgänge ausgleichen lassen.
  • Dynamisches Profil: Hier steht der Vermögenszuwachs im Vordergrund. Also wird ein höheres Risiko in Kauf genommen; der überwiegende Teil des Portfolios wird in Aktien investiert.
  • Aggressives Profil: Im Vordergrund steht eine möglichst hohe Rendite. Ein Verlust von einem Drittel des investierten Kapitals würde die Lebenssituation nicht besonders beeinträchtigen. Investiert wird fast ausschliesslich in Aktien, mit einem kleinen Teil auch in risikoreiche und renditeträchtige exotischere Anlagen. Der Anlagehorizont ist sehr lange.
     

Wenn nötig Hilfe holen

Vor allem wenn ein grosser Teil Ihres Lebensunterhalts nicht mit Renten abgedeckt ist, sondern aus Kapitalerträgen und Vermögensverzehr kommen muss, braucht es für eine verlässliche Planung einiges an Wissen. Sind Sie unsicher, ob Ihre Strategie tatsächlich optimal ist, sollten Sie sich beraten lassen. Ihre Hausbank oder Ihr Versicherer bietet Ihnen professionelle Unterstützung. Ausserdem sind dort Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse dank langjähriger Zusammenarbeit oft bestens bekannt.
 

Wichtig
Hören Sie Ihrem Berater nicht nur zu, sondern stellen Sie ihm Fragen: zum Mechanismus der Anlageprodukte, die er vorschlägt, zu den Gründen für seinen Vorschlag, zu Risiken und Kosten. Wenn Ihnen etwas nicht klar ist, haken Sie unbedingt nach. Geben Sie Ihre Zustimmung für eine Anlage erst, wenn Sie sie verstehen und ein gutes Gefühl damit haben.

 

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