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Vorsorgen: Haupttitel-Infoline - Vermögensplanung nach der Pensionierung - Global

Vermögensplanung nach der Pensionierung

Das Vermögen pflegen und gezielt verbrauchen

Vorsorgen: Vermögensplanung nach der Pensionierung-Text - Global

Nach der Pensionierung verändern sich die Lebensumstände. Die Beiträge an die AHV/IV und die Arbeitslosenversicherung fallen weg, und bei einigen Menschen sinken ab 65 auch die Ausgaben für Versicherungen und Steuern. Zudem ist man vom gesetzlichen Sparen im Rahmen der 2. Säule befreit. 

Auf der anderen Seite hat man jetzt Zeit für ausgedehnte Reisen, für eine Neugestaltung des Gartens und andere Vorhaben – und das verursacht neue Ausgaben. Zudem sollte auch ein gewisses Polster vorhanden sein für die späteren Jahre, wenn man vielleicht nicht mehr so fit und gesund ist.

Auch nach der Erwerbsaufgabe ist also eine gezielte Vermögensplanung ratsam, wenn Sie Ihre finanziellen Bedürfnisse bis zum Lebensende decken und vielleicht sogar Ihren Nachkommen noch etwas hinterlassen wollen. Die Aufgabe lautet: Das Geld so anlegen, dass es eine möglichst gute Rendite bei vertretbarem Risiko abwirft und dass Sie gleichzeitig die Beträge beziehen können, die Sie für ein sorgenfreies Leben benötigen.

Vorsorgen: Neue Standortbestimmung-Text - Global

Neue Standortbestimmung

Haben Sie bereits früher ein Budget für die Zeit nach der Pensionierung erstellt? Dann können Sie dieses mit den aktuellen Zahlen auf den neuesten Stand bringen. Wenn nicht, empfiehlt sich, jetzt Ihre Ausgaben und Einnahmen einander gegenüberzustellen.

Erstellen Sie Ihr Budget jetzt mithilfe des Clientis Budgetrechners.


Im Gleichgewicht ist Ihr Budget, wenn den fixen Kosten wie Wohnen, Versicherungsprämien, Steuern, Haushaltsausgaben, Krankenkasse fixe, sichere Einnahmen gegenüberstehen – also die Renten von AHV, Pensionskasse und allenfalls Guthaben der 3. Säule. Dann können Sie Vermögenserträge und auch einen Teil der Vermögenssubstanz für die Verwirklichung von Träumen einsetzen und wenn nötig eine Notsituation abfedern.

Verschaffen Sie sich auch einen ersten Überblick über Ihre Vermögensverhältnisse. Listen Sie alle relevanten Posten auf:

  • Bankguthaben und Wertpapiere
  • Liegenschaften
  • Wertgegenstände, die sich bei Bedarf verkaufen lassen
  • Pensionskassenguthaben, falls Sie sich das Kapital auszahlen lassen
  • Guthaben der Säule 3a
  • Auszahlungen von Lebensversicherungen der Säule 3b
  • Erbschaften sowie Schenkungen, mit denen Sie fest rechnen können
  • Werte, die in einem eigenen Geschäft stecken
     
Wichtig
Stellen Sie auch Ihre Schulden zusammen, zum Beispiel Hypotheken, überfällige Steuern, Darlehen, die Sie aufgenommen haben, Kleinkredite.


Diese Übersicht hilft Ihnen, wenn es darum geht, künftige Einkommenslücken zu schliessen. Ein Weg dazu ist ein dosierter Vermögensverzehr (siehe unten). 


Budgetieren Sie vorsichtig

Die Entscheide, die Sie jetzt treffen, wirken sich auf die nächsten zwanzig, vielleicht gar dreissig Jahre aus. Da kann sich auch einiges ändern:

  • Ob Ihre Renten langfristig mit der Teuerung Schritt halten werden, ist ungewiss. Auf der anderen Seite werden Ihre Konsumausgaben in den späteren Jahren vermutlich eher zurückgehen. Wenn Sie diese Reduktion in Ihrer Kalkulation unberücksichtigt lassen, schaffen Sie ein Gegengewicht zur schleichenden Entwertung der Renten.
  • Wenn der Kapitalverzehr einen grossen Teil Ihres Lebensunterhalts decken muss, sind Sie von den Renditen auf dem Kapitalmarkt abhängig. Ein Börsencrash kann einschneidende Kürzungen Ihrer Bezüge nötig machen. Wichtig ist auf jeden Fall eine breite Risikoverteilung.
  • Eine schwere Krankheit und vor allem eine Pflegebedürftigkeit verursachen hohe Kosten und machen unter Umständen eine Änderung Ihrer Wohnsituation nötig. Beruhigend ist, wenn Sie über eine Reserve für solche Notfälle verfügen.
  • Und wie sieht es im Todesfall aus? Kann zum Beispiel Ihre Ehefrau mit einer reduzierten Rente im gewohnten Umfeld weiterleben? Wie wird Ihr Konkubinatspartner über die Runden kommen? Verschaffen Sie sich Klarheit mit einem separaten Budget für Mann und Frau (mehr zum Thema lesen Sie unter «Vorsorgen für den Todesfall»).
     

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Vermögensverzehr: Vermögen gezielt verbrauchen

Die erste Frage, die sich stellt: Wie lange reicht Ihr Vermögen aus, wenn Sie jedes Jahr einen bestimmten Betrag daraus entnehmen? Die Antwort hängt natürlich davon ab, wie viel Rendite das Vermögen in den kommenden Jahren abwirft.

Goran V. ist alleinstehend. Weil er also von den Hinterlassenenleistungen der Pensionskasse nicht profitieren kann, hat er sein Guthaben von 500 000 Franken bar bezogen. Er hat ausgerechnet, dass er zusätzlich zur AHV-Rente von rund 28 000 Franken pro Jahr weitere 24 000 Franken benötigt. Wie lange reichen seine 500 000 Franken? Der Sparrechner seiner Bank liefert die beruhigende Antwort: Selbst wenn Goran V. mit einer minimalen Rendite von 1 Prozent rechnet, kann er 24 Jahre lang 24 000 Franken beziehen. Er kann also 89 Jahre alt werden, bevor ihm das Geld ausgeht. Bei einer besseren Rendite reicht das Geld entsprechend länger (siehe Kasten).

Wie lange reichen 500 000 Franken?  
Bei einem Bezug von 24 000 Franken  
Rendite Verbrauchsdauer
1 % 24 Jahre
2 % 27 Jahre
3 % 32 Jahre
4 % 42 Jahre


Planen Sie in Etappen

Wie viel Rendite Ihr Vermögen abwirft, hängt in erster Linie von Ihrem Anlagehorizont ab. Je länger Sie Ihr Geld angelegt lassen können, desto eher können Sie es in risikoreichere Papiere investieren, die entsprechend mehr Rendite abwerfen (siehe «Investieren im Rentenalter»). Bilden Sie also verschiedene Vermögenstranchen, die Sie unterschiedlich anlegen.

Häufig wird nach der Pensionierung das Vermögen in einen Verzehrteil und einen Wachstumsteil aufgeteilt:

  • In den Verzehrteil gehört die Summe, die ausreicht, Ihren Lebensbedarf während der ersten zehn bis fünfzehn Jahre nach der Pensionierung zu garantieren. Hier sind risikoarme Anlagen gefragt. Das Geld für die ersten drei bis fünf Jahre sowie eine eiserne Reserve werden Sie vermutlich auf dem Konto belassen, von wo Sie es jederzeit beziehen können. Für den Rest stehen verschiedene Möglichkeiten offen: Kassenobligationen, Termingeldkonto, Geldmarktfonds sowie erstklassige Obligationen. Eine Staffelung der Fälligkeiten garantiert, dass das benötigte Kapital dann zur Verfügung steht, wenn Sie es beziehen wollen.
  • Den Wachstumsteil brauchen Sie erst, wenn der Verzehrteil aufgebraucht ist, also in zehn bis fünfzehn Jahren. Über einen solchen Zeitraum sind auch risikoreichere Anlagen möglich, die das vorhandene Kapitel vergrössern und Ihnen ermöglichen, die Einkommenslücke bis zum Lebensende zu decken. Machen Sie sich aber keine Illusionen, was Ihre Risikobereitschaft angeht. Viele Menschen legen gerade im Alter Wert auf Sicherheit und investieren beispielsweise nur die Hälfte des Wachstumsteils in risikoreichere Anlagen wie Aktienfonds. Die andere Hälfte legen sie sicherheitsorientiert an, etwa in Obligationen, angesichts der langen Anlagedauer auch mit einem gewissen Anteil an Fremdwährungen. 

Noch genauer wird Ihre Planung, wenn Sie in Fünfjahresetappen denken. Dann bleibt das Geld für die ersten fünf Jahre auf dem Sparkonto liegen; der Betrag für die zweiten fünf Jahre wird sicherheitsbetont, zum Beispiel in erstklassige Obligationen, investiert. Für jede weitere Fünfjahresetappe sind dann Investitionen in schwankungsanfälligere Anlagen mit höherem Aktienanteil möglich.
 

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