Hans Luginbühl & Heinz Trösch – Gemeinsame Vergangenheit
Hans Luginbühl (Huttwil) hat hier die Banklehre absolviert, Heinz Trösch (Roggwil) war schon vor seiner Zeit als Direktor bei der Regionalbank viele Jahre Privatkunde. Beide sind gelegentlich bei Anlässen der Clientis Bank Oberaargau anzutreffen, wo sie alte Erinnerungen auffrischen und sich mit ehemaligen Mitarbeitenden über vergangene Bank-Zeiten unterhalten.
Eine starke Verbindung zur Clientis Bank Oberaargau.
Hans Luginbühl und Heinz Trösch treffen sich im Gebäude der Clientis Bank Oberaargau in Huttwil zum Interview, an jenem Ort, wo die beiden viele Jahre ein- und ausgingen und zahlreiche Erinnerungen zu Hause sind. 1953 sei seine Verbindung zur damaligen Bank in Huttwil entstanden, erinnert sich Hans Luginbühl an jenen Moment, als er ein silbernes «Bank-Kässeli» erhielt. Doch seine Familie sei mit der Regionalbank schon viel länger verbunden gewesen, erzählt er weiter und weist darauf hin, dass die Bank in Huttwil bereits in den 1920er-Jahren die Hausbank seines Grossvaters war. Luginbühl absolvierte später sogar die Banklehre hier. Nicht genug damit, der langjährige Inhaber und Geschäftsführer der Getränkehandelsfirma Gedex in Huttwil war zu einem späteren Zeitpunkt während 23 Jahren (1996–2019) im Verwaltungsrat tätig, von 2010 bis 2019 sogar als Präsident. Die Clientis Bank Oberaargau war Teil seines Lebens.
Wegweisenden Schritt vollzogen
Nicht ganz so lange, aber immerhin auch 18 Jahre war Heinz Trösch bei der Clientis Bank Oberaargau tätig, von 2000 bis 2017 amtete er als Direktor. In den Anfangsjahren übte er seine Tätigkeit noch bei der Bank in Huttwil aus. Doch bereits zuvor sei er viele Jahre Privatkunde der Bank gewesen, berichtet der heute 71-jährige Roggwiler, der ebenfalls eine Banklehre absolvierte, bei der damaligen Ersparniskasse Langenthal. Die beiden zeichnet wahrlich eine starke Verbindung zur Clientis Bank Oberaargau aus.
«Für mich war es stets das
wichtigste Ziel, dass die
Bank ihre Selbstständigkeit
wahren konnte.»
Hans Luginbühl
Eine weitere Gemeinsamkeit besteht darin, dass Heinz Trösch und Hans Luginbühl in einer prägenden Zeit für die Bank tätig waren und entscheidend am vielleicht wegweisendsten Schritt in der Geschichte der Regionalbank beteiligt waren, als aus der Clientis Bank Huttwil die Clientis Bank Oberaargau wurde, die ihr Einzugsgebiet erweiterte und sich im Zuge dieser strategischen Neuausrichtung im Jurapark in Langenthal niederliess.
«Für mich war es stets das wichtigste Ziel, dass die Bank ihre Selbstständigkeit wahren und damit weiterbestehen konnte. Wir wollten verhindern, dass die Bank ein Fusions- oder Übernahmeobjekt wird», erwähnt Hans Luginbühl, der heute mit Genugtuung feststellt, dass die Clientis Bank Oberaargau im Jubiläumsjahr gut aufgestellt und eine starke Regionalbank ist. Der heute 73-jährige Huttwiler konstatiert deshalb, dass der damals eingeschlagene Schritt richtig war. Doch der Namenswechsel sei nicht so einfach zu vollziehen gewesen, weil Huttwil damals noch zum Amt Trachselwald gehört habe, erinnert sich Luginbühl. Doch dann sei die Bezirksreform den Verantwortlichen der Bank in Huttwil entgegengekommen und habe den Entscheid, den Namen zu ändern, erleichtert. Auch Heinz Trösch, als damaliger Direktor der Bank, begrüsste diesen Schritt. «Er hat unserer Bank Tür und Tor geöffnet. Dank dem Namenswechsel und der Gebietserweiterung konnten wir ein neues Marktgebiet erschliessen und so konnte die Bank wachsen», erinnert er sich.
VR-Mitglieder müssen aus dem Oberaargau stammen
Entscheidend für den Fortbestand der Regionalbank ist laut Hans Luginbühl aber noch ein anderer Faktor. Er weist auf das Reglement des Verwaltungsrates hin, in dem festgehalten ist, dass die Verwaltungsratsmitglieder aus dem Oberaargau stammen müssen und nicht aus Bern oder Zürich kommen dürfen. Das sei strategisch enorm wichtig, ist er überzeugt, «weil dadurch Leute die Bank führen, die emotional, aber auch wirtschaftlich eine starke Verbindung zur Region und zu dieser Bank haben», gibt Luginbühl zu verstehen. In einer Region mit rund 80’000 Einwohnern müsse es möglich sein, entsprechende Leute für einen
siebenköpfigen Verwaltungsrat zu rekrutieren, «da müssen wir uns nicht in Bern, Basel oder Zürich umsehen», bemerkt er.
Die beiden verfolgen auch heute noch das Geschehen bei der Clientis Bank Oberaargau, wenn auch mit einigem Abstand. Er sei an jeder Generalversammlung anwesend und auch an den Weihnachtsessen der Bank, berichtet Hans Luginbühl. Er ist überzeugt, dass der aktuelle Weg, den der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung einschlagen, Erfolg versprechend ist. «Das Wichtigste ist, dass die Bank keine Risiken eingeht, die man nicht verkraften kann», sagt er. «Wenn die Clientis Bank Oberaargau ihr Geschäft weiterhin seriös betreibt, wird es die Regionalbank auch in 50 Jahren noch geben», ist der ehemalige VR-Präsident überzeugt.
«Dank dem Namenswechsel
und der Gebietserweiterung
konnten wir ein neues
Marktgebiet erschliessen.»
Heinz Trösch
Auch Heinz Trösch ist nach wie vor interessiert am Geschehen der Clientis Bank Oberaargau, möchte sich aber nicht dazu äussern. Das entspreche seiner Philosophie, die er in allen Lebenslagen konsequent verfolgt habe. «Sobald ich eine Tätigkeit beendet oder ein Amt abgegeben habe, war für mich klar, dass ich mich nicht mehr dazu äussern werde oder meinen Nachfolgern Ratschläge erteile. Ich hatte meine Vision, die ich bei der Clientis Bank Oberaargau verfolgt habe, die heutigen Führungspersonen haben ihre Ideen und Vorstellungen und tragen dafür die Verantwortung», sagt er dazu. Aber auch er schätzt den Kontakt zu ehemaligen Mitarbeitenden
und Wegbegleitern bei verschiedenen Bank-Anlässen. «Diese Treffen sind sehr wertvoll und ich schätze sie sehr, weil wir nicht nur in Erinnerungen schwelgen, sondern uns auch über die heutige Entwicklung im Bankensektor unterhalten können.»