- mönsche
Auf ökologische Weise kühlen und wärmen
Seit Ende Mai kann das Geschäftshaus Jurapark in Langenthal nicht nur geheizt, sondern auch deren Eingangshalle gekühlt werden. Dies gelingt auf sehr ökologische Weise: Dank genügend Grundwasser und einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, verringert die grösste Regionalbank im Oberaargau ihren ökologischen Fussabdruck deutlich.
Ob es heiss ist oder kalt – die Clientis Bank Oberaargau ist an ihrem Standort in Langenthal ab sofort bestens für alle Temperaturen gerüstet. Bereits in diesem Winter wurde eine neue Wärmepumpe in Betrieb genommen, welche seit Ende Mai zugleich auch für Kühlung in der Schalterhalle sorgen kann. «Wärmen und Kühlen wäre mit diesem System sogar zeitgleich möglich», sagt Gerhard Fischer von der Fischer-Käser AG, Lotzwil.
Mehr Energie wird dafür aber nicht benötigt – ganz im Gegenteil: Seit im Jurapark dank der neuen Installationen nicht mehr mit Gas geheizt wird, sind die Emissionen wesentlich gesunken und der Betrieb ist deutlich ökologischer. Grund dafür ist eine Grundwasserbohrung beim Jurapark, von welcher Energie gewonnen wird. «Der Grundwasserstrom ist zehn Grad warm. Wir entziehen diesem Wasser drei Grad Wärme, wandeln dies mit der Wärmepumpe in Energie um und können damit den gesamten Heizbedarf des Geschäftshauses decken», erklärt Gerhard Fischer weiter. Das sieben Grad kühle Wasser wird dann dem Grundwasser wieder zurückgegeben, während die umgewandelte Energie für Wärme im Gebäude sorgt.
Kühles Wasser für Kühlung nutzen
Weil das Wasser mit seinen 10 Grad aber eben kühl ist, kann es zugleich auch zur Kühlung genutzt werden. «Mit dem kühlen Wasser kann dann auch die Luft heruntergekühlt werden, mit welcher beispielsweise die Eingangshalle beliefert wird.» Weil der Jurapark zusätzlich eine grosse Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installiert hat, kann auch die Energiegewinnung und die Kaltluftverteilung ökologisch sichergestellt werden.
Dass das möglich ist, war vor dem Start des Projekts aber nicht klar. Schliesslich benötigt man dafür genügend und kühles Grundwasser. «Dafür haben wir im letzten Spätsommer eine Bohrung durchgeführt, die bestätigte, dass wir den grössten Teil des Energiebedarfs decken können.» Bereits im letzten Winter konnte durch die Installation der Wärmepumpe ab Dezember gänzlich auf die Gasheizung verzichtet werden.
Ein Gewinn für alle Seiten
Für Clientis-Bank-Oberaargau-CEO Stefan Wälchli ist das vor allem aus ökologischer Sicht ein wichtiger Schritt in die Zukunft. «Mit dieser Investition leisten wir einen wichtigen Beitrag, um unserer Welt Sorge zu tragen. Dass wir auf genügend Grundwasser zugreifen können, war ein erfreulicher Glücksfall für uns.» Bereits vor etwa drei Jahren kam bei der Clientis Bank Oberaargau erstmals der Wunsch auf, ökologischer zu heizen. Dass nun nach den damals ersten Gesprächen ein gesamtes Projekt abgeschlossen werden konnte, freut indes auch die Fischer-Käser AG. «Grundwasserpumpen sind nicht zuletzt auch wegen der Situation in Europa beliebter geworden. Ein Projekt dieser Grösse, wie hier bei der Clientis Bank Oberaargau, ist für uns aber dennoch speziell», sagt Geschäftsleiter Gerhard Fischer. Das Besondere an diesem Projekt: Nicht nur die Hersteller, die Bezüger und die Natur dürfen sich über die Installation freuen, sondern letztlich auch die Kunden der Clientis Bank Oberaargau, deren Besuch auch im Sommer möglichst angenehm gestaltet werden kann.