Clientis Gruppe mit Rekordergebnis

15.03.2018


Die 15 Regionalbanken der Clientis Gruppe haben im Geschäftsjahr 2017 den Konzerngewinn um 12% auf über CHF 70 Mio. gesteigert. Sie erzielten damit ein Rekordergebnis. Praktisch alle relevanten Kennzahlen wurden weiter verbessert. Der unter Clientis Leitung durchgeführte grösste IT-Providerwechsel der letzten Jahre in der Schweiz verlief für die 25 beteiligten Banken reibungslos.

«Das Jahr 2017 ist für unsere Gruppe ausserordentlich erfreulich verlaufen», erklärte Andreas Buri, CEO der Clientis AG, dem gemeinsamen Kompetenz- und Dienstleistungszentrum. «Alle Clientis Banken arbeiteten wiederum sehr erfolgreich, und mit unseren zukunftsweisenden Projekten sind wir plangemäss unterwegs.»

Der Clientis Konzerngewinn nahm zum vierten Mal in Folge zu; seit 2013 wuchs er um markante 91% an. Die Gewinnzunahme 2017 auf CHF 70,7 Mio. basiert auf Mehrerträgen in allen Geschäftsfeldern sowie auf Sondereffekten.

Die Clientis Banken steigerten den Netto-Zinserfolg, den mit Abstand wichtigsten Ertragspfeiler, um 1,9% auf CHF 169 Mio. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft, der namentlich den Wertschriftenhandel der Kunden abbildet, stieg dank der günstigen Börsenentwicklung um 10% auf CHF 25 Mio. an. Der gesamte Betriebserfolg (Erfolg aus dem ordentlichen Bankgeschäft) nahm um 3,7% auf CHF 216 Mio. zu. Weil der Betriebserfolg stärker anstieg als der Geschäftsaufwand (+1,7%), erhöhte sich die operative Effizienz weiter. Dies zeigt sich auch in der Cost/Income Ratio (Verhältnis von Aufwand und Ertrag), die sich zum dritten Mal in Folge verbesserte und bei 61,6% liegt. Der Geschäftserfolg stieg um 3,9% auf CHF 70,3 Mio. An den unverändert 69 Standorten arbeiteten 622 Mitarbeitende in konstant 508 Vollzeitstellen.

Die letzte Rückzahlung aus dem Ende 2017 aufgelösten RBA-Hilfsfonds erhöhte den ausserordentlichen Ertrag als Sondereffekt um CHF 7 Mio. Die Clientis Gruppe wendete für Steuern über CHF 16 Mio. auf (+12%).
 

Risikoarmes Kreditportfolio

Die Bilanzsumme stieg 2017 um 3,5% auf CHF 14,5 Mrd. an. In ihrem Kerngeschäft, den Hypothekarfinanzierungen, wuchsen die Clientis Banken um 4,5% und damit stärker als der Gesamtmarkt – dies trotz unverändert konservativer Finanzierungsgrundsätze. Ende Jahr waren Hypotheken von CHF 11,8 Mrd. ausstehend. Die gesamten Ausleihungen an die Kunden nahmen um 3,9% auf CHF 12,5 Mrd. zu. Das Kreditportfolio ist unverändert risikoarm, sind doch 96% der Ausleihungen hypothekarisch gedeckt (+1 Prozentpunkt). Die effektiven Kreditverluste blieben mit 0,1 Promille der Ausleihungen marginal.

83% der Ausleihungen an die Kunden sind durch Kundengelder gedeckt. Den Clientis Banken flossen 2017 trotz der tiefen Sparzinsen neue Kundengelder von netto CHF 419 Mio. zu; der Bestand wuchs um 4,2% auf CHF 10,4 Mrd. an. Den Clientis Kunden wurden nach wie vor keine Negativzinsen belastet. Die Depotvolumen stiegen um 9% auf CHF 3,5 Mrd. an.
 

Klar übertroffene Eigenmittel-Anforderungen

Die starke Eigenkapitalbasis wurde erneut verbessert, und zwar um 5,2% auf CHF 1,29 Mrd. Der Eigenfinanzierungsgrad (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) beträgt hohe 9,0% (Vorjahr 8,8%). Die Gesamtkapitalquote wurde weiter auf 19,0% (Vorjahr 18,1%) gesteigert. Sie übertrifft damit die gesetzliche Anforderung von 12,3% um mehr als die Hälfte.
 

Bestes Rating seit Bestehen der Gruppe

Neben den Zahlen ist für die Gruppe auch die Bewertung für langfristige Verbindlichkeiten durch Moody’s erfreulich. Die Agentur hat diese 2017 von «A2» auf «A1» angehoben. Unverändert bewertete sie die kurzfristigen Verbindlichkeiten mit der Höchstnote «Prime 1». Das seit 2005 bestehende Rating hat damit die beste Gesamtbewertung erreicht. Es unterstreicht die solide Bonität der Clientis Banken.
 

Grösstes IT-Projekt erfolgreich umgesetzt

Die Clientis AG, die unter anderem das IT-Plattform-Management für die 15 Clientis Banken und 10 weitere Regionalbanken betreibt, hat den bezüglich Anzahl Banken grössten IT-Wechsel der letzten Jahre in der Schweiz erfolgreich abgeschlossen. Seit dem Jahreswechsel 2017/18 ist die Inventx AG neuer Provider für den Rechenzentrumsbetrieb und das Application Management. Die Betriebsaufnahme erfolgte reibungslos. Mit dem Wechsel werden die steigenden Anforderungen an die Flexibilität und die Qualität der IT-Dienstleistungen noch besser erfüllt und gleichzeitig die IT-Kosten, der grösste Kostenblock im Sachaufwand, wesentlich gesenkt. Dank der Bilanzsumme von mehr als CHF 20 Mrd. profitieren alle 25 Banken von positiven Skaleneffekten bei den Kosten.
 

Weiterer Ausbau der Digitalisierung

Nach dem IT-Wechsel stehen in der Clientis Gruppe weitere bedeutende Projekte an. Die Digitalisierung wird weiter konsequent vorangetrieben. 2018 stehen dabei die Arbeiten in den Bereichen e-Marketing, e-Banking sowie digitaler Beraterunterstützung im Fokus. In diesem Zusammenhang kann die Clientis Gruppe neu auf die Erfahrung von Prof. Dr. Sita Mazumder zählen. Die neu gewählte Verwaltungsrätin ist ausgewiesene Expertin für Fragen rund um IT und Digitalisierung.

Regionalbanken ausserhalb der Clientis Gruppe können neben der IT weitere 22 Dienstleistungs-Module der Clientis AG in den Bereichen Compliance, Finance und Vertrieb beziehen. Die Zahl der bestellten Module ist 2017 erneut angestiegen.
 

Gewinn aus operativem Geschäft halten

Ökonomen rechnen für 2018 mit einem höheren Wachstum in der Schweiz. Für Regionalbanken mit ihrem Kerngeschäft Immobilienfinanzierungen besonders wichtig sind die Entwicklung des Zinsniveaus und die Aussichten im Baugewerbe. Die Clientis Gruppe geht davon aus, dass sich das Zinsniveau weiterhin auf dem sehr tiefen Niveau halten wird. Während sich die Bautätigkeit in Teilen der Schweiz verlangsamt, wird damit gerechnet, dass sie sich in den Clientis Marktgebieten im Rahmen des Vorjahres bewegen wird. Die Clientis Banken dürften dank ihrer Agilität und Kundennähe auch 2018 zusätzliche Geschäftsvolumen gewinnen. Entsprechend sollten sie den Erfolg aus dem operativen Geschäft auf dem bisherigen Niveau halten können. Weil 2018 die Rückzahlung aus dem RBA-Hilfsfonds wegfällt und gleichzeitig bedeutende Projektkosten anstehen, wird der Konzerngewinn indes voraussichtlich deutlich geringer ausfallen.
 

Mitteilung als PDF

Jahresmedienkonferenz der Clientis Gruppe: Link zu Medienmitteilung, Referaten und Geschäftsbericht